Kleine Lackschäden fallen bei gepflegten Fahrzeugen schnell auf
Ein Kratzer an der Tür, ein Steinschlag auf der Motorhaube oder eine kleine abgeplatzte Stelle am Radlauf wirkt zunächst oft harmlos. Gerade bei gepflegten Fahrzeugen und sportlichen Modellen wie einem Toyota Supra können solche Schäden jedoch schnell ins Auge fallen. Gleichzeitig erfüllt der Lack eine wichtige Schutzfunktion, denn er schützt die Karosserie vor Feuchtigkeit, Streusalz, UV-Strahlung und anderen äußeren Einflüssen.
Wer kleinere Schäden frühzeitig behandelt, verhindert häufig, dass daraus größere Probleme entstehen. Besonders bei älteren Fahrzeugen kann eine beschädigte Lackschicht langfristig Korrosion begünstigen. Eine saubere Ausbesserung lohnt sich deshalb nicht nur aus optischen Gründen, sondern kann auch zum Werterhalt des Fahrzeugs beitragen.
Eine gründliche Vorbereitung macht den Unterschied
Bevor überhaupt Farbe aufgetragen wird, sollte die beschädigte Stelle gründlich vorbereitet werden. Verschmutzungen, Fett oder lose Lackreste können dazu führen, dass der neue Lack nicht richtig haftet oder sich Unebenheiten später deutlich abzeichnen.
Zunächst wird die betroffene Fläche gründlich gereinigt und vollständig getrocknet. Anschließend sollte sie entfettet werden. Lose Lackkanten lassen sich vorsichtig entfernen, bevor die Oberfläche angeschliffen wird. Entscheidend ist dabei, einen möglichst gleichmäßigen Übergang zwischen dem beschädigten und dem intakten Lack zu schaffen.
Den Übergang möglichst glatt schleifen
Beim Schleifen geht es nicht darum, möglichst viel Material abzutragen. Viel wichtiger ist ein weicher Übergang. Fährt man mit der Hand über die Stelle und spürt noch eine deutliche Kante, wird diese nach dem Lackieren häufig ebenfalls sichtbar bleiben.
Für kleinere Reparaturen reicht meist ein feines Schleifbild aus. Die Fläche sollte am Ende gleichmäßig matt wirken, ohne tiefe Schleifspuren oder harte Übergänge. Besonders bei älteren Supra-Modellen lohnt es sich, vorsichtig vorzugehen, da der vorhandene Lack über die Jahre unterschiedlich stark beansprucht worden sein kann.
Die Umgebung sorgfältig abkleben
Eine saubere Maskierung schützt angrenzende Bauteile und verhindert unnötigen Sprühnebel. Dabei sollte das Abklebeband möglichst nicht direkt an der Schadstelle sitzen. Ein etwas größerer Arbeitsbereich erleichtert es, den neuen Lack später weicher in die bestehende Oberfläche einzuarbeiten.
An Türgriffen, Stoßfängern, Spiegeln oder Karosseriekanten ist es häufig sinnvoller, mehrere kleine Bereiche einzeln abzukleben. So lässt sich genauer arbeiten, ohne dass Falten oder offene Stellen in der Abdeckung entstehen.
Den richtigen Lackaufbau verstehen
Je nach Schaden kann eine Reparatur aus mehreren Schichten bestehen. Häufig werden zunächst Grundierung, anschließend Farblack und zum Schluss Klarlack verwendet. Welche Produkte tatsächlich notwendig sind, hängt unter anderem davon ab, wie tief der Schaden ist und welche Lackierung das Fahrzeug besitzt.
Wer sich mit den verschiedenen Produkten und Lackarten beschäftigt, findet unter dem Begriff autolack unterschiedliche Lösungen für Reparaturen und Lackierarbeiten am Fahrzeug. Wichtig ist vor allem, dass die einzelnen Produkte miteinander kompatibel sind und in der richtigen Reihenfolge verarbeitet werden.
Bei vielen Fahrzeugen besteht die sichtbare Lackierung aus einem Basislack, der für die Farbe verantwortlich ist, und einem Klarlack, der Glanz und zusätzlichen Schutz erzeugt. Bei Metallic- oder Perleffekt-Lacken ist ein gleichmäßiger Auftrag besonders wichtig, weil sich Unterschiede im Spritzbild schneller bemerkbar machen.
Den richtigen Farbton auswählen
Der Farbcode des Fahrzeugs ist die wichtigste Grundlage für die Auswahl des passenden Lacks. Trotzdem bedeutet ein identischer Farbcode nicht automatisch, dass eine frisch lackierte Stelle vollkommen unsichtbar wird. Sonnenlicht, Alterung, Fahrzeugpflege und Umwelteinflüsse können den bestehenden Lack über Jahre hinweg leicht verändern.
Gerade bei älteren Toyota Supra Modellen kann der Originallack deshalb etwas heller, dunkler oder matter wirken als eine frisch lackierte Fläche. Ein Probesprühen auf einer Musterfläche hilft dabei, den Farbton vor der eigentlichen Reparatur zu überprüfen.
Die Probe sollte sowohl bei Tageslicht als auch im Schatten betrachtet werden. Metallic- und Perleffekt-Lacke können je nach Lichteinfall und Blickwinkel deutlich unterschiedlich wirken.
Mit mehreren dünnen Schichten arbeiten
Beim Lackieren führt Geduld meistens zum besseren Ergebnis. Statt eine dicke Schicht aufzutragen, sollte der Lack in mehreren dünnen und gleichmäßigen Durchgängen aufgebaut werden.
Die Sprühbewegung sollte ruhig und konstant bleiben. Gleichzeitig ist ein gleichmäßiger Abstand zur Oberfläche wichtig. Wird aus zu geringer Entfernung gesprüht, können Läufer entstehen. Bei zu großem Abstand kann der Lack bereits teilweise antrocknen, bevor er auf der Oberfläche landet. Dadurch entsteht schnell eine raue oder matte Struktur.
Die einzelnen Bahnen sollten sich leicht überlappen. Zwischen den Schichten benötigt der Lack ausreichend Zeit zum Ablüften. Die genauen Zeiten hängen vom verwendeten Produkt und von den Umgebungsbedingungen ab.
Temperatur und Staub nicht unterschätzen
Auch eine gute Sprühtechnik kann nur begrenzt helfen, wenn die Umgebung ungeeignet ist. Zu niedrige Temperaturen können die Trocknung verzögern und den Verlauf verschlechtern. Bei zu hohen Temperaturen trocknet das Material dagegen möglicherweise zu schnell.
Eine saubere, trockene und möglichst staubarme Garage eignet sich für kleinere Reparaturen häufig gut. Vor dem Lackieren sollte die Umgebung gereinigt werden, damit möglichst wenig Staub aufgewirbelt wird. Auch Kleidung kann Staub und Fasern in die frische Lackschicht bringen.
Gleichzeitig muss für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Die Hinweise des jeweiligen Lackherstellers zu Verarbeitung, Schutzkleidung und Atemschutz sollten dabei unbedingt beachtet werden.
Häufige Fehler beim Ausbessern vermeiden
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, zu viel Material auf einmal aufzutragen. Sobald die Oberfläche stark glänzt, entsteht schnell der Eindruck, dass noch eine weitere Schicht notwendig ist. Genau dann können jedoch Läufer entstehen.
Auch eine sogenannte Orangenhaut kommt bei Heimreparaturen häufig vor. Dabei wirkt die Oberfläche leicht wellig und erinnert optisch an die Struktur einer Orangenschale. Ursachen können ein falscher Sprühabstand, ungeeignete Temperaturen oder zu kurze Ablüftzeiten sein.
Kleine Unebenheiten lassen sich nach vollständiger Aushärtung teilweise durch sehr feines Schleifen und anschließendes Polieren verbessern. Dabei sollte jedoch vorsichtig gearbeitet werden, damit die neue Lackschicht nicht wieder beschädigt wird.
Lack ausreichend aushärten lassen
Auch wenn eine frisch lackierte Stelle nach wenigen Stunden trocken aussieht, ist sie häufig noch nicht vollständig ausgehärtet. Zu frühes Polieren, Waschen oder starke Belastungen können Druckstellen, matte Bereiche oder feine Kratzer verursachen.
Deshalb sollte die vom Hersteller angegebene Trocknungs- und Aushärtezeit eingehalten werden. Erst danach kann die Fläche bei Bedarf vorsichtig nachbearbeitet und poliert werden.
Mit einer sauberen Vorbereitung, dem passenden Farbton und mehreren dünnen Lackschichten lassen sich kleinere Schäden häufig deutlich unauffälliger gestalten. Gerade bei einem gepflegten Toyota Supra kann sich diese Sorgfalt lohnen, denn ein gleichmäßiger Lack trägt wesentlich zum Gesamteindruck des Fahrzeugs bei.