Warum der 2-Liter-Supra im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen das bessere Konzept ist und selbst den aktuellen Top-Modellen aus dem gleichen Segment wie dem Nissan 370z davon fährt.

Das Thema Downsizing ist ein alter Begleiter der Autoindustrie und auch Toyota hat mit dem Supra Pure beginnend ein solches Fahrzeug im eignen Sport-Segment. 

Bereits mit der "großen" Variante des neuen Supra A90 hat Toyota innerhalb kürzester Zeit bewiesen, welches Potential in Fahrzeug und Motor stecken. Mittlerweile gibt es Tuningstufen von bis zu 800PS und darüber hinaus, was nicht zuletzt dem ausgereiften B58 Aggregat von BMW zu verdanken ist.

Getreu dem Motto Höher, Schneller, Weiter sind dies Leistungen welche durchaus beeindrucken, für die Meisten aber oft  Spielwiesen der Tuningfirmen bleiben. Und teurer? Auf diese Superlative verzichtet man natürlich gerne. Mit 61.700 Euro ist der Toyota Supra Legend in seiner höchsten Ausstattungsform und als 3 Liter Variante für manch einen vielleicht teuer, auch wenn es im Vergleich zu anderen Fahrzeug-Marken aus diesem Segment durchaus Attraktiv ist.

Der Toyota Supra Pure, Dynamic und Fuji

Man ist immer gut beraten, den Kauf seines persönlichen Traumfahrzeuges hinsichtlich seines Budgets mit einem gesunden Maß zu beurteilen und so könnte sich ein Blick auf den 2 Liter Motor durchaus lohnen.

Gleich mit satten 13.700 Euro weniger bei einem Startpreis von 48.000 Euro ermöglicht Toyota mit der Supra-Variante Pure den Start in die Supra-Welt. Weitere Ausstattungsmerkmale sind mit den Modellen Dynamics und dem auf 200 Stück limitierten Fuji Modell gegen Aufpreis erhältlich.

Mit einer Leistung von 258 PS und einem Drehmoment von 400Nm ist der 4-Zylinder Supra nicht nur an die 100kg leichter, mit dem weiter zur Mitte hin liegendem Schwerpunkt ist er dadurch noch agiler und giftiger im Fahrverhalten, was ihn zumindest auf der Rennstrecke sehr nah an die Performance der Top Version heranbringt. So schafft es der Supra dank des früh ansprechenden Turboladers spielend auf Höchstgeschwindigkeit und auch in Kurven ist ein kontrollierter Heckausbruch möglich.

Das bessere Konzept für mehr Leistung

Ungeachtet der moderneren Technik unterscheidet den neuen 2-Liter Supra ein wichtiges Merkmal, welches ihn im Vergleich zum kostenintensiven Sauger-Tuning wie bei der Supra MK4 Non-Turbo Variante im Konzept wesentlich besser und interessanter macht - der Turbomotor.

Der B58 bringt reichlich Reserven mit, teilt er sich doch die Gene und viele technische Raffinessen mit dem 3 Liter GR Supra. So besitzt er ebenfalls eine Benzindirekteinspritzung, einen Twin-Scroll-Turbolader sowie die variable Ventilsteuerung Valvetronic.

Die erste mögliche Tuning-Maßnahme am Supra ist eine Kennfeldoptimierung mittels Softwareupdate, die für unter 1000€ zu haben ist und 40PS sowie 80NM ohne weitere Änderungen an der Hardware verspricht.

Die nächste Ausbaustufe ist dann eine optimierte Ladeluftkühlung, die beim Supra nicht wie gewohnt über einen klassischen Luft-Ladeluftkühler erfolgt, sondern indirekt über einen verbesserten Kühlwasserkreislauf. So ein Upgrade ist ebenfalls für rund 1000€ zu haben und bringt ein um über 100% größeres Kühlvolumen im Vergleich zum Serienteil. Gerade bei hoher Beanspruchung zum Beispiel auf der Rennstrecke oder langen Autobahnfahrten hilft diese Maßnahme, die Systemthermik insgesamt zu reduzieren und damit nicht nur die Leistung, sondern auch die Standfestigkeit messbar zu erhöhen.

Knapp unter der 1000€ Marke bewegt sich ein weiteres essentielles Bauteil, um die Effizienz des Turbomotors zu steigern - ein Sportkatalysator mit erhöhtem Durchsatz speziell angepasst auf die Anforderungen an ein OPF Abgassystem. Der geringere Gegendruck verhilft der Twin Scroll Turbine zu schnellerem Ansprechverhalten und macht sich besonders positiv in Verbindung mit einem durch Software erhöhten Ladedruck bemerkbar.

Wer klanglich tunen möchte, der greift zu einer Abgasanlage seiner Wahl, wobei sich hier ein vergrößerter Rohrquerschnitt ebenfalls leistungsfördernd auswirkt.

Die bisher genannten Modifikationen sollten im Zusammenspiel bereits eine Leistung von deutlich über 300PS bereitstellen, womit der "kleine" Supra sich in Punkto Beschleunigung durch sein geringeres Gewicht auf Augenhöhe mit seinem Stallrivalen befindet.

Man spricht derzeit von möglichen 500 Pferdestärken, welche aus diesem Motor ohne jegliche Modifikationen am Motor selber erzielt werden können. Eine Leistung, welche für die Straße bei dem Gewicht mehr als ausreichend sind.

Firmen wie Underground Racing aus Hamburg mit jahrzehntelanger Erfahrung in Sachen Leistungssteigerung, Mapping, Customizing und vor allem in Sachen TÜV sind Experten für solche Erweiterungen.

Fazit

Wir haben als Supra Community den Supra Fuji für ein Wochenende zum testen erhalten, welchen wir auf ein kleines JDM-Treffen mitgenommen haben. Der Supra zog neugierige Blicke auf sich und neben der oft zu hörenden "Live sieht er ja richtig geil aus" Erkenntniss, begegnete man dem 4 Zylinder Konzept im Verhältnis zum Preis mit großer Neugier entgegen. Den gerade der attraktive Einsteigerpreis mit dem Supra Pure ermöglicht es den Interessenten ernsthaft über einen Kauf nach zu denken, statt nur davon zu träumen

Die 4-Zylinder Variante überzeugt auf voller Linie. Sowohl Preislich, als auch technisch. Die Performance hält locker mit den aktuellen Top-Fahrzeugen aus dem gleichen Segment wie dem Nissan 370z und erreicht sogar bessere Werte im Drehmoment und Beschleunigung. Seine Agilität und Leichtigkeit vermitteln dem Fahrer das Feeling eines leistungsstarken Karts für die Straße.

Die in der Supra-Szene gelobte Möglichkeit einer einfachen und kostengünstigen Leistungssteigerung bringen dem Besitzer langfristige Freude nicht nur beim Bewegen des Supra, sondern auch bei persönlichen Anpassungen. Denn letztendlich ist der Supra ein Fahrzeug für den leidenschaftlichen Besitzer.

Es lohnt sich also unbedingt die alten Vorurteile über Bord zu werfen und den Supra unvoreingenommen selber zu testen. Ihr werdet positiv überrascht sein.