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    Besitzer der fünften Generation des Toyota Supra sind begeistert, denn was Leistung und Fahrdynamik hat der neue Supra A90 alle Erwartungen übertroffen.

    Bekannt aus dem Fast & Furious Film, kam im Juli 1993 die vierte und bisher letzte Generation des Toyota Supra auf den Markt. International wird dieser Typ "Supra MKIV" genannt.

    Anfang 1986 wurde die dritte Generation des Supra vorgestellt. Sie ist zugleich die erste, die nicht mehr mit dem Namenszusatz Celica vermarktet wurde.

    Die zweite Generation wurde im Herbst 1981 präsentiert und hatte mit dem neuen (170 PS) starken 6-Zylinder-Motoren einen komplett eigenständigen Antrieb.

    Der von Frühjahr 1978 bis Sommer 1981 gebaute erste Supra wurde noch als Spitzenversion der Celica zuerst in Japan und später in den USA angeboten.

    Classicss Blog

    Vorwort zum Gastauthor

    Michael ist freier Journalist i.R., ein leidenschaftlicher Toyota-Besitzer und Betreiber der Internetseite www.celinews.de

    Kaum einer kennt die Fahrzeuggeschichte älterer Celica Modelle und die deutsche Toyota Oldtimer-Szene so gut wie er.

    Zum Familienbesitz gehörte damals ebenso ein 82er Celica Supra MA61.

    Bereits mit seinem Gastartikel über den Toyota 2000 GT gewährte Michael uns einen tiefen Einblick in die Entstehung und Geschichte des Toyota 2000GT mit teils sehr seltenen Bildern. Da staunte sogar unser Mitglied und 2000GT Besitzer Luc über soviel tiefgehende Recherche.

    Mit seinem neuesten Artikel über den sehr seltenen Supra XX Celica, nimmt uns Michael in die Geschichte, der Modelvarianten und Entstehung der Supra der ersten Generation

    In Mühsamer Arbeit suchte Michael einige Besitzer aus Deutschland und den umliegenden Ländern, um diese Dokumentation über den Supra XX Celica mit einigen tollen Bildern realisieren zu können - Da können wir nur sagen. Chapeau und riesen Respekt!


    ( Michael und sein MA61 )

    Dokumentation über Celica XX, Celica Supra MK I, MA45, MA46, MA47

    Toyota USA und die Händlerschaft hatten schon während der ersten Celica-Generation auf Verlängerung des Radstands (Wheelbase) zugunsten einer größeren Motorisierung gedrängt. Zur Modellpflege 1976 wurde schließlich der Radstand von 2425 mm (95,5 inch) auf 2500 mm (98,5 inch) verlängert. Der Radstand 2500 mm wurde für die zweite Generation ab Produktion August 1977 beibehalten. Hubraumstärkster Motor war der 22R-Reihenvierzylinder mit 2347 ccm, wie er bei der Modellpflege (Rechteckscheinwerfer), unter anderem im Celica GTA „10th anniversary“ Sondermodell (RA4# Coupé) zum Einsatz kam.

    Mitbewerber Nissan war mit dem Datsun 280ZX mindestens einen Schritt voraus. Der Datsun 280 ZX (Typecode S130 von 1978 bis 1983) war sowohl als 2-Sitzer, sowie als 2+2 mit einem 2734 ccm Sechszylinder erhältlich und setzte Toyota Celica unter Druck. Hinweis JDM bedeutet Japaneese Domestic Market


    ( JDM Prospekt Celica XX 1978: Links MA45, rechts MA46 )

    Nach Einführung der TA/RA40 Serien begann Toyota mit der Entwicklung der verlängerten Celica. Der Radstand wuchs von 2500 mm ( 98,5 inch) auf 2630 mm (103,5 inch). Um dies in der Typbezeichnung zum Ausdruck zu bringen, nannte man das Model Celica XX (double X means large). In Japan blieb man den Multiply-Choise-System treu und bot drei Ausstattungsvarianten (L, S, G) mit zwei Motorisierungen als 2 Liter und 2,6 Liter an


    ( Das L-Modell war im Prinzip nur an der Radgröße und dem Felgendesign von S und G zu unterscheiden )

    Typecode MA45, MA55 (JDM): M-EU Sechszylinder-Maschine (OHC) mit 1.988 ccm (125 SAE-PS bei 6000 Umin) war die Weiterentwicklung des 1965 im Crown MS4 vorgestellten M-Motors. Das JDM-Model wurde in Japan aus steuertechnischen Gründen verkauft und war in allen Ausstattungsvarianten verfügbar. Es gab nahezu keine optischen Unterschiede von MA45 zu MA46. Der MA46 hatte ein 2.6 Schild links unten im T-Grill. Einen weiteren Unterschied konnte man an Hand der Ausstattung feststellen, so hatte das G-Modell 195/70 HR14 Bereifung, während S und L mit 185/70 HR14 und plumperen Felgendesign auskommen musste. Die Modellpflege von August 1980 bis Juli 1981 bekam den Typecode MA55.


    ( reichhaltige Ausstattung, Automatik als Option )

    Typecode MA46 (JDM): Nahezu identisches Fahrzeug wie MA45 aber mit 4M-EU Sechszylinder-Maschine (OHC) mit 2563 ccm, 140 SAE-PS bei 5400 Umin . Der 2,6 Liter war in Japan (1979) nicht in der einfacheren „L“ Ausstattung kombinierbar. Der MA46 ist die Basis für das in die USA exportierte Modell, ebenfalls mit dem Typecode MA46


    ( MA46 US unterscheidet sich von MA46 JDM optisch durch das Kreuzdesign der Felgen. Im Grill stand EFI anstatt 2.6. Die Rückspiegel waren an der Tür montiert, nicht vorne am Kotflügel )

    Typecode MA46 (US) Obwohl die Bezeichnung Celica XX durchaus auf Verständnis gestoßen wäre, fiel in den USA die Entscheidung für den lateinischen Begriff Supra (oben, oberhalb). Celica Supra ist sozusagen die Celica oberhalb der „normalen“ Celica, was mit Motorisierung und Ausstattung zum Tragen kam. Dem „Double X“ ähnlich klingendes mexikanisches Bier soll auch eine Rolle gespielt haben. Die US-Version des MA46 entsprach im Prinzip der JDM-Version in der gehobenen „G“ Ausstattung.


    ( Toyota Motor Sales USA 2/79 )

    Identische US-Modelle MA46 L wie Linkssteuerung. JDM Modelle hatten ein Leerzeichen, kein R für Rechtssteuerung. Q bedeutet: dass das Fahrzeug Toyota-intern als GT eingestuft wurde. Colorcode 128 ist silber, 474 braun. Beide haben das W50 5-Gang Schaltgetriebe. Das Fahrzeug wurde in Plant A41 = Tsutsumi Plant produziert. Die gesamte Produktionszahl ist mir nicht bekannt, deshalb suche ich ein „höheres “ Typenschild. MA46 Highscore Framenr )


    ( SOHC Reihensechszylinder. PS Angaben sind je nach Land verschieden – 108 bis 125 PS )

    Zwiespältig fiel die Kritik im bekannten Fachmagazin „Road & Track“ aus. Einerseits lobte man die Ausstattung im Vergleich zur Celica „but with schmaltz“, andererseits kritisierte man, dass Toyota „ride control“ zugunsten „excessive softness“ geopfert hat. Im Vergleich zu Alfa, BMW und weiteren Europäern war das Fahrzeug in Bezug auf Bremsen, Kurvengeschwindigkeit und Fahrstabilität weit unterlegen. Die Scheibenbremsen waren nicht viel besser als die Scheiben/Trommel-Kombination der normalen Celica und neigten zu Fading. Celica Supra ist ein „enigma“, schrieb der Redakteur, ein Rätsel im europäischen Styling. Sanft, leise, luxuriös, gut ausgestattet und von hoher Qualität. Doch sie ist kein Sonderangebot. Mit $9578 teuerer als ein Mazda RX7 ($ 7995), jedoch billiger als ein Datsun 280 ZX ($9889). Doch Celica Supra hat weniger sportlichen Charakter als die beiden Mitbewerber und ist nichts anderes als ein Boulevard-GT.


    ( Die Ausstattung des US-MA46 entsprach im Prinzip der des JDM-MA46 (XX anstatt Drachen im Lenkrad) )

    Typecode MA47, MA56: Im letzten Produktionsjahr August 1980 bis Juli 81 erhielt der lange Liftback sein wichtigste Update. Anstatt des 2,6 Liters kam der 2759 ccm große SOHC Reihensechszylinder 5M-E mit EFI Benzineinspritzung sowie die optionale 4-Gang Automatic A43D zum Einsatz. Mit Anpassung des Typecodes stieg auch die Ausstattung, die nun ein Sports Performance Package als Option bereit hielt. Bedeutete: Einen Front-, sowie Heckspoiler, weiße Schrift auf den Reifen. Sport-Stoßdämpfer sowie Sportfedern und ein Sonnendach ab Werk. Der Prospekt spricht von der ultimativen Celica. In Japan bekam die Modellpflege den Typecode MA56


    ( im Vergleich zu MA46 ein weniger übersichtliches MA47-Typenschild )


    ( optionales Sports Performance Package )


    ( aus Prospekt Celica by Toyota, Toyota Motor SalesUSA 1981 )

    Bilder aus der Szene:


    ( MA46 von Dennis aus Dänemark. Er hat das Auto persönlich in den USA abgeholt )


    ( MA46 von Günter )


    ( MA45 von Rikard aus Schweden. Man erkennt den JDM an den Außenspiegeln )


    ( Restaurationsobjekte MA46 und MA47 von Alain Velleur. Bei Interesse: Er ist in Facebook erreichbar )


    ( am Heck erkennt man den MA4# an den markante Leuchten )


    ( die meisten MA4# der „alten“ Celica Szene stammten von GIs, die zurück in die Staaten kommandiert wurden )


    (MA4# aus Roth südlich von Nürnberg. T5 gehört eigentlich zu einem frühen deutschen Ford Mustang, der nicht Mustang heißen durfte, weil Krupp und Kreidler die Namensrechte an „Mustang“ besaßen )


    ( der MA4#-Grill wird gerne für Celica verwendet. Hier ein Tropic TX22 – Dokumentation hier: https://www.celinews.de/2020/04/24/tropic-cabrio-sunchaser-tx22-sport/ )


    ( auch mit MA4#-Grill: US GP-Sondermodell RA42. Je 2000 in Rot, Weiß und Blau wurden produziert )

    Weitere Interessante News von Michael findet ihr auf seiner Blogseite: https://www.celinews.de/

    Vorwort zum Gastauthor

    Michael ist freier Journalist i.R., ein leidenschaftlicher Toyota-Besitzer und Betreiber der Internetseite www.celinews.de
    Kaum einer kennt die Fahrzeuggeschichte älterer Celica Modelle und die deutsche Toyota Oldtimer-Szene so gut wie er.
    Zum Familienbesitz gehörte damals ebenso ein 82er Celica Supra MA61.
    Mit seinem Artikel über den Toyota 2000 GT gewährt Michael uns einen tiefen Einblick in die Entstehung und Geschichte des Toyota 2000GT mit teils sehr seltenen Bildern.

    Der UR Supra - Der 2000 GT

    Die Entwicklung des ersten japanischen Hochleistungs-Sportwagens begann 1963 bei Nissan. Wie Joachim Kuch für sein Buch „Autos, die Geschichte machten – NISSAN – Datsun Z ….“ recherchierte, entstand bei Yamaha in Hamamatsu mit dem A550X der erste Prototyp eines GT, dessen Frontpartie an der Corvette angelehnt war. Laut Zeitplan sollte der Nissan 2000GT bei der Tokyo Motor Show 1965 vorgestellt werden. Wegen technischen Problemen mit der Entwicklung des Reihen-Vierzylinders aus der Fairlady geriet das Projekt ins Stocken und wurde 1964 in beiderseitigem Einvernehmen beendet.

    Entwürfe des japanischen GT bei Yamaha im Auftrag von Nissan. Quellenangabe: Autos, die Geschichte machten, Nissan von Joachim Kuch.

    Erste Entwürfe des Toyota 2000 GT (Quelle NEKO)

    Mittlerweile hatte auch Toyota sein GT-Projekt begonnen. Ab Dezember 1964, nach Nissans Ausstieg, führten Toyota und Yamaha das GT-Projekt gemeinsam weiter. Yamaha entwickelte für Toyota einen Zylinderkopf mit zwei oben-liegenden Nockenwellen. Am 8. September 1965 wurde laut Yamaha Motor History der offizielle Vertrag abgeschlossen und man startete somit eine bis heute andauernde Zusammenarbeit. Laut Kuch soll zur Herbstmesse 1965 am Stand von Toyota das von Nissan gebaute Auto mit dem von Yamaha zur Serienreife gebrachten 150 PS starken Sechszylinder ausgestellt worden sein. Laut Yamaha hat Toyota einen Prototypen als Toyota 2000 GT präsentiert. (wahrscheinlich Prototyp 1)

    Das Chassis des 2000 GT ist ähnlich dem des Lotus Elan (Quelle Road & Track)

    Quellenangabe: Toyota 2000 GT, Sports 800, creative boutique NEKO 1977

    Innerhalb kürzester Zeit (laut Road&Track nur ein halbes Jahr) wurde bei Yamaha auf Basis des 1988 ccm 6-Zylinder (3M) Block des Toyopet (Toyota) Crown S4 ein DOHC-Kopf entwickelt. Serienleistung: 150 PS bei 6400 u/min (Solex lizenzierte Mikuini 3 x 32 PHH Flachstromvergaser). Im Rennmodus waren es 200 PS bei 7200 u/min (3x Weber 40 DCOE Vergaser). Eigenartigerweise verschweigt Toyota in seinem Buch „A History of the First 50 Years“ die Zusammenarbeit mit Yamaha (kein Index-Eintrag)

    Bereits 1966 beim Grand Prix von Japan in Suzuka feierten zwei Toyota 2000 GT einen Doppelsieg. Ein Jahr später legte der GT sogar 13 internationale Rekorde für Geschwindigkeit und Ausdauer auf der Hochgeschwindigkeits-Teststrecke von Yatabe hin. (Quelle Prospekt Toyota 2000 GT)

    In den ersten beiden Jahren wurden 228 Exemplare gefertigt (MF10 Frame 10001-10238)

    Von der Modellpflege wurden nur noch 109 Einheiten. (Frame 10401 – 10509) gefertigt. Nicht alle Frames (Rahmennummern) sind belegt. Der Typ MF 10-C ist der 2000GT mit Automatic Getriebe. Leider liegen mir eventuell mehr Infos darüber nur in japanischen Schriftzeichen vor.

    Alle Toyota 2000 GT wurden bei Yamaha in Iwata gefertigt, weil die Produktion bei Toyota nicht auf manuelle Kleinserien ausgelegt war. Zwischen 1967 und 1970 waren das (laut NEKO) exakt 337 Fahrzeuge des Typs MF10 mit der 3M Maschine.

    Quadratisch ausgelegter 1988ccm DOHC-Sechszylinder mit 150 PS, 3 Mikuni (Solex) 32PHH Flachstromvergaser

    Alle später folgenden Toyota-Motoren mit zwei oben-liegenden Nockenwellen sind von diesem 3M DOHC-Motor abgeleitet worden. Toyotas bekanntester DOHC der frühen 70er ist der 2T-G mit 1588 ccm, wie er bereits 1970 im Celica GT/GTV vorgestellt wurde. Ab 1972 folgte der 18R-G Motor mit 1988 ccm, eingesetzt im RA25 Celica Liftback (GT 2000) auf kurzem Radstand 2425mm. Die Entwicklung des 1981 vorgestellten 5M-GE, bekannt aus der MA6-Serie Celica 2800GT, bzw Celica XX 2800 mit der internationalen Bezeichnung Celica Supra, ist bei Yamaha NICHT hinterlegt. In der Verdichtung reduzierte Motoren erkennt man am angehängten „U“ wie 2T-GEU, 18R-GEU, 5M-GEU

    Bekanntester 2000 GT Deutschlands parkt normalerweise in der Toyota Collection Köln, wenn er nicht zu Veranstaltungen unterwegs oder zur Wartung ist. Silvretta, Sechsämterland Classic und Schloß Dyck sind bzw waren einige der vielen Teilnahmen des GT. Seine Fahrgestellnummer lautet MF10 10104 mit der gelisteten Motornummer 10136. Er wurde im Oktober 1967 gefertigt .

    Der Innenraum beweist, dass Yamaha auch als Hersteller von Musikinstrumenten wie Pianos perfekte Arbeit geleistet hat

    Dem Toyota 2000 GT wird nachgesagt, der Jaguar E-Type wäre sein Vorbild gewesen. Mag sein, doch garantiert nicht was die Höhe und die steil stehende Frontscheibe betrifft. Der flachere Toyota hinterlässt einen filigraneren Eindruck und hat vor allem weniger „Speckansatz“ um die Hüfte. Übrigens: Die beiden Toyota 2000 Cabrios für den Bond-Film „you only live twice“ (man lebt nur zweimal) wurden angefertigt, weil der 188 cm lange Sean Connery seinen Kopf am Dach angeschlagen hätte. G-Man Jerry Cotton (George Nader) kannte in seinem roten E-Type solche Probleme nicht.

    Der Toyota 2000GT war nicht der erste Sportwagen Japans, diese Ehre gebührt der Fairlady SP310. Allerdings hatte die Lady lediglich die OHV Maschine aus dem Bluebird 312 mit 80 PS. Der von Giugiaro entworfene Isuzu 117 erschien 1968 – ebenfalls mit DOHC (bei Yamaha NICHT hinterlegt) und sogar mit elektronischer Benzin-Einspritzung. BildQuelle Toyota Automobile Museum

    Letztes Jahr hat Toyota Global und Toyota Gazoo Racing auf dem Supra Event im MegaWeb Tokyo mit dem "GR Heritage Parts Project" die Herstellung bereits nicht mehr verfügbaren Teilen für den Toyota Supra A70 und A80 angekündigt.

    Bereits dieses Jahr sollen die ersten Ersatzteile hergestellt und normal über Toyota Händler zu beziehen sein. Detailierte Informationen zu Teilenummern oder konkrete Veröffentlichungstermine werden Frühjahr 2020 veröffentlicht.

    Angekündigt sind für den Supra A70 die Kardanwelle, Türgriff, Tankanzeige, Dichtungsstreifen und das Frontemblem
    Für den Supra A80 sind es die Scheinwerfer, Türgriffe und der Bremskraftverstärker.

    Euer Feedback und unsere Connections

    Toyota Global bittet um Feedback von Supra Besitzern, welche nicht mehr erhältliche Teile sie sich für die weitere Herstellung noch wünschen würden.

    Da wir mit Toyota Global aus Japan im direkten Kontakt stehen (wir haben bereits gemeinsam einen Image-Film gedreht) unterstützen wir euch gerne bei der Kommunikation und Übermittlung eurer Wünsche.

    Eine von uns geführte Liste mit nicht mehr erhältlichen Teilen findet ihr unter https://www.toyota-supra.de/parts/discontinued

    Kommentiert es oder schickt und die Informationen an die folgende eMail-Adresse: info@toyota-supra.de mit den folgenden Informationen:

    Fahrzeugmodell A70 oder A80
    Rechts / Linkslenker
    Gewünschte Teilenummer

    Auf diese Nachricht haben alle Supra-Besitzer gewartet: Es gibt Nachschub für unsere Ladies.

    Als Supra Besitzer wissen wir inzwischen, wie schwer und teils teuer es sein kann bei Toyota nicht mehr erhältliche Teile zu besorgen. Gerade was Karosserie- oder Innenraumteile angeht, erreichen die Preise inzwischen vierstellige Beträge, sofern man überhaupt welche findet.

    Bereits in ein einem älteren Beitrag hatten wir angedeutet, dass Toyota (unabhängig der Toyota Collection) eine Classic / Heritage Abteilung gründen könnte.

    An diesem Wochenende hatten Interessenten und die japanische Supra Community SOC in Tokyo MegaWeb die Möglichkeit gehabt, den neuen Supra A90 zu testen, zu fahren und an einem tollen Event teil zu nehmen. Auf der Pressekonferenz bekundete Toyota & Toyota Gazoo Racing nun offiziell, dass man in Zukunft neue Ersatzteile für die Supra Modelle A70 und A80 produzieren wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit kommen auch andere Toyota Modelle hinzu.

    Natürlich haben wir bei einigen damals in Japan kennen gelernten SOC Mitgliedern nachgefragt, doch mehr Informationen haben sie auch aus persönlichen Gesprächen mit den Toyota Veranstaltern nicht rauskitzeln können. Sollten sie jedoch vorab einige Neuigkeiten aus Japan erhalten, so teilen wir sie natürlich mit euch.

    Wir dürfen uns also freuen, dass die Supra Modelle auch in Zukunft weiterhin auf den Straßen bewegt werden dürfen und was wir mit unseren Projekt www.supra.parts vor haben, das habt ihr ja bereits lesen können.

    Mit der uns am 26. Oktober eingegangenen Einladung (wir haben berichtet), hat Toyota neben Gästen aus der Automobilwirtschaft, Politik, der Familie Pichert oder namhaften Medienunternehmen wie dem Spiegel Online, auch uns zu diesem exklusiven Event und der Eröffnung des neuen Toyota Collection eingeladen.

    „Man muss schon ein echt schräges Verhältnis zu Autos haben, um Toyotas zu sammeln

    Ausgestellt werden Modelle wie der Toyota Corolla, mehrere Generationen der Celica-Modelle, ein seltener SERA mit den bekannten Scherentüren, ein Toyota Sports 800, Rennfahrzeuge aus der WEC und LeMans Serie, sowie zwei von insgesamt 4 in Deutschland bekannten 2000GT Fahrzeugen. Ein in der Sammlung noch fehlender Toyota Supra MK4 soll neben dem MK2 und MK3 die Lücke bald füllen.

    Während mit einem großen Buffet aus Speisen und Getränken für kulinarisches Wohlbefinden gesorgt wurde, konnte man neben den vielen Interessanten Gesprächen auch die Fahrzeuge aus allen Perspektiven hautnah erleben und „fühlen“ dürfen.

    Hatte man sonst das Glück, einen 2000GT überhaupt mal live zu sehen, so durften wir hier eomem probe sitzen oder auch mal unter dem Kleid schauen. Ein weiteres Highlight war der Formel 1 Wagen, ein LeMans Fahrzeug, sowie ein Rennfahrzeug aus der WEC Serie, zu welchem Event wir als Community mit Toyota am Nürburgring waren. Ein spannendes, aber zugleich auch etwas beengendes Gefühl, wer einmal in einem solchen Fahrzeug gesessen hat.

    Jedes einzelne Fahrzeug trägt seine eigene Geschichte, welche in Form von Kratzern oder auch kleinen Beulen ihre Persönlichkeit erhalten, sie aber in der Form einzigartig machen.

    Toyota Classics

    Während die europäischen Autohersteller ihre Historie durch imposante Museen zelebrieren, ihre jeweilige Fahrzeughistorie nach Epochen, Baureihen oder Themenfamilien perfekt in Szene setzen, sah dies bei japanischen Herstellern weites gehend bieder aus. Dies hat u.a. kulturelle Gründe, denn während in Deutschland man auf einem soliden Fundament baut, herrscht in Japan eine gänzlich andere Vorstellung von Permanenz. So wird der in Ise berühmte, hölzerne Shinto-Schrein alle 20 Jahre abgerissen und vollkommen identisch wieder neu aufgebaut.

    Zwar lieben die Japaner Traditionen und alte Gebräuche, doch in Sachen Technik zählt gemeinhin nur das neueste, das den Vorgänger in einem schlechteren Licht stehen lässt.

    Dies auch ist mit einer der Gründe, weshalb europäische Klassiker in den letzten 20 Jahren zahlreich wieder zurück aus Japan reimportiert wurden.

    Doch es hat sich auch in den japanischen Führungsetagen herum gesprochen, dass ohne eine beeindruckende Historie keine fokussierte Markenpositionierung gelingen kann und so zieht Toyota mit Mazda und Nissan gleich.

    „Man muss schon ein echt schräges Verhältnis zu Autos haben, um Toyotas zu sammeln“, schriebt N-TV in einem Artikel zu diesem Event am Donnerstag, denn neben einem bescheidenen Ersatzteillager, führen die Toyota Modelle ein Schattendasein in der glamoruösen Autowelt von Porsche, Mercedes oder Audi. Dafür aber sind sie zuverlässig wie ein Uhrwerk und finden immer einen Fankreis, wie auch seit Beginn es Peter Pichert war.

    Übernahme der Pichert-Sammlung

    Auto Pichert GmbH gehörte 1971 zu den ersten 28 Toyota-Händlern in Deutschland. Über die Jahre sammelte Peter Pichert neben dem Tagesgeschäft mehrere Toyota Modelle und legte zumindest in Europa mit dem im Jahre 1994 ersten gegründeten Toyota Museum den Grundstein für eine einzigartige Sammlung.

    Mit dem Tod von Peter Pichert gestaltete sich die Pflege der Auto-Raritäten für die Familie immer schwieriger und so kamen Tochter Birgit Pichert mit Toyota Deutschland ins Gespräch. Über die Summe der Übernahme hüllt sich Toyota natürlich in Schweigen, aber Toyota ergriff die Chance und erzielte kurzerhand eine Einigung.

    "Von dieser Sammlung, für die wir sehr dankbar sind, profitieren alle Auto-Fans. Wir verstehen sie auch als eine Hommage an unsere Händler der ersten Stunde, die mit ihrem Engagement die Marke Toyota in Deutschland erst groß gemacht haben", sagte Fux.

    Die Tennishalle der Mitarbeiter wurde zu einer kleinen Ausstellungsfläche umfunktioniert, in der nicht nur der Kern der Pichert-Sammlung, sondern auch Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Toyota Deutschland GmbH und der Toyota Motorsport GmbH bzw. Toyota team europe history ihre Platz gefunden haben. Viele weitere Fahrzeuge aus der Sammlung wurden intern an die Mitarbeiter von Toyota Verkauft, denn neben den Fahrzeugen, hatte Peter Pichert in dieser Zeit ein gestandenes Lager an Ersatzteilen gesammelt

    Somit bleibt mit der Übernahme der Toyota Sammlung der Familie Pichert eine der sehenswertesten Kollektionen von klassischen Toyota Fahrzeugen erhalten

    Der Zugang zu diesen Autos soll vorerst ausschließlich nur bei Händlertagungen, Verkäuferschulungen oder Fanclub-Treffen ermöglicht werden, am Samstag den 2.12, können die Fahrzeuge zwischen 10 und 14 Uhr einmalig besichtigt werden

    Möchtest du zukünftig ebenso an unseren exklusiven Events teilnehmen? Dann werden Mitglied unser Community

    Fotos zum Event

    Der Toyota Supra gilt heute schon als ein Klassiker und wird von vielen ebenso als Wertanlage angesehen. Damit ein Fahrzeug jedoch zu einem wertvollen Oldtimer werden kann, müssen viele grundlegende Sachen erfüllt sein. Eine davon ist die garantierte Teileversorgung, ohne eine solche ein Fahrzeug für die "Anleger" unattraktiv wird.

    Nissan und Mazda haben diesen Schritt bereits getan und so führt Nissan unter dem Label NISMO bereits eine solche Abteilung. Ist es seitens Toyota also ein konsequenter Weg, eine solche Abteilung ebenso zu gründen?

    Einladung zum Toyota Collection Event in Köln

    Einigen wird es bereits bekannt sein, dass die Toyota Sammlung der Familie Pichert aufgelöst, bzw. an Toyota verkauft wurde. Ein Teil der Fahrzeuge wurde intern verkauft, einige der seltenen Fahrzeugen werden in dem zukünftigen Museum von Toyota Deutschland in Köln ausgestellt.

    Und so haben wir heute zur Eröffnung eine Einladung von Toyota Deutschland erhalten, in welchem uns der Briefkopf evtl. mehr verraten könnte.

    Ein offizielles "TOYOTA Classic" Logo.
    Und tatsächlich entsteht momentan unter der Domain www.toyota-classic.de (Hier jedoch unter dem Label Toyota collection) eine offizielle Webseite seitens Toyota Deutschland. Auch die Internationalle .com Domain ist unter dem selbigen Namen durch die betreuende Agentur von Toyota - Reck Kommunikation GmbH & Co Kg - registriert.

    Wir sind gespannt und werden euch sowohl zu diesem Thema auf dem Laufenden halten, als auch einen Artikel über die geschlossene Veranstaltung im November schreiben.